Quo Vadis

Der Sommer ist ja nun endgültig vorbei und obwohl es in 2015 noch viel zu erleben gibt, schaue ich schon jetzt manchmal zurück und überlege, was bei mir alles so passiert ist. In vielerlei Hinsicht war es ein riesengroßes Abenteuer und auch jetzt weiß ich gar nicht wohin mit mir und dem was gerade alles so passiert.

Fotografisch muss ich gestehen, dass ich mich wenig darauf konzentriert habe, was ich ursprünglich eigentlich mal als Ziel vor Augen hatte. So viele Trends, Stile und Fotografen haben mich beeinflusst, abgelenkt und irgendwie auch durcheinander gebracht.

Mein Vorhaben, mit Fotografie mehr Geld zu verdienen, hat mich in die Portrait- und Hochzeitsfotografie hereinschnuppern lassen. Ja, kein Witz! Ich mag die moderne Hochzeitsreportage ja echt gerne, aber eigentlich ist das ja ein Genre, mit dem man mich ja auch so gar nicht in Verbindung bringen würde. Mittlerweile sind damit Monate vergangen und ich muss sagen, dass ich die damit verbundene Arbeit unterschätzt habe. Zwischen der künstlerischen Fotografie und dem Versuch, Lizenzen und Nutzungsrechte zu verkaufen auch noch die Arbeit am Wochenende und die Entwicklung von jeweils über 1.000 Bildern unter einen Hut zu bringen… Vergiss es! Zwischenzeitlich wusste ich gar nicht mehr, was für eine Art von Fotograf ich eigentlich sein möchte.

Ich wusste allerdings, auf was ich mich da einlasse. Fotografie ist und war schon immer ein stetiges Lernen und irgendwie auch eine Reise ins eigene Ich. Stand ich doch eines kalten Tages auf dem Helikopterdeck der Polarstern und fotografierte Landschaften, die (Achtung Star Trek!) „noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat“ und plötzlich finde ich mich in der Kirche wieder und fotografiere den Kuss des Brautpaares. Beides auf seine ganz eigene Art besonders – Beides viel Arbeit! Heute Landschaften bearbeiten, morgen Partyfotos sortieren? Das geht ganz schön an die Substanz! Das ist doch ganz normale Arbeit würde man vielleicht sagen, aber ich komme gefühlsmäßig damit schnell durcheinander. Erst Augenringe der Trauzeugin retuschieren und danach schnell noch ein Bild mit „Epic Mountains ever“ hochladen.. Das passt ja schon für´s Portfolio ja so gar nicht zusammen.

So habe ich mir für die nächsten Monate vorgenommen, den Ball in Zukunft etwas flacher zu halten und mich zu fragen, was ich fotografisch eigentlich mal erreichen wollte.

Mike Beeple Winkelmann 06-19-15

Kontakt auf Planet „Beeple“

Mike Beeple Winkelmann 06-19-15

Mike Beeple Winkelmann 06-19-15

Mike Beeple Winkelmann 06-19-15

Mike Beeple Winkelmann 06-19-15

Mike Beeple Winkelmann 06-19-15
3D Super-Nerd Mike Winkelmann aka Beeple haut seit Jahren täglich eine Rendergrafik nach der anderen raus. Als Fan von Atelier Olschinsky ist mir seine Arbeit vor ein paar Monaten gleich aufgefallen, weil sie den abstrakten Science Fiction-Strukturen und Konstrukten aus Wien sehr ähnlich sind. Seit einiger Zeit hat Beeple seinen Output etwas geändert und zeigt neben den typischen VFX-Stills vermehrt Planetenlandschaften, Raumfahrzeuge und sogar Personen. Wem das gefällt, kann beim Australier Dan McPharlin reinschauen. Der macht das Ganze zwar ohne Cinema 4D, dafür aber einem ganz eigenen Roger Dean-inspirierten Fantasy Touch und natürlich good old Photoshop.

Ausgedruckte Entwürfe auf einem großen Tisch

Stilpirat in New York

Stilpirat Steffen Böttcher Logbuch New York

Steffen Böttcher Stilpirat Logbuch New York

Stilpirat Steffen Böttcher Logbuch New York

Ausgedruckte Entwürfe auf einem großen Tisch Das Logbuch in Arbeit (via Facebook)

Ich bin ja großer Fan von Steffen Böttcher. Gar nicht mal nur wegen seiner People-Fotografie. Die ist zwar in meinen Augen seit einiger Zeit schon auf so einem hohen künstlerischen Niveau, das sie seinesgleichen erst einmal finden muss. Aber es ist eher dieser ungeheure Ehrgeiz, den ich nach Lesen seines ebooks über Hochzeitsfotografie und des Ratgebers Abenteuer Fotografie bei Steffen sehr schätze.

In der Vergangenheit hat er sich neben der Hochzeits- und Portraitfotografie zum Ziel gesetzt, Fotoreisen zu unternehmen und diese in gedruckter Form als Logbuch mit Bildern und Stories festzuhalten. Sein neuestes „Logbuch New York“ ist schon jetzt meine absolute Kaufempfehlung. Allein schon die Preview-Bilder des Seitenlayouts oder die Blogartikel hauen mich wegen des cineastischen Looks irgendwas zwischen Petzval-Bokeh und Tilt-Shift einfach um.

Steffen hat in meinen Augen den nächsten Evolutionssprung als Fotograf erreicht. Endgegner im Level „Fine Art“ geschlagen mit Mittelformat-Kanone und geheimen Selbstbau-Objektiv – Bonus „Der Stilpirat als Marketing Testimonial“ freigeschaltet!

Congratulations!

P.S.: Es würde mich nicht wundern, wenn es das „Stilpirat-Objektiv“ irgendwann zu kaufen gibt. Ich glaube, hier bastelt jemand an etwas Großem…

 

 

Screenshot aus Sword and Sworcery

Die Pixelwelten von Waneella

Screenshot aus Sword and Sworcery

Sword & Sworcery Waneela

Retrografiken im guten alten Stil der 8- oder 16-Bit Videospiele sind bei Mobile Games nach wie vor gerne gesehen. Sie sind für Nostalgiker wie mich gemacht, die sich damit in Ihre Kindheit zurückbeamen können. Sorglos und stundenlang saß man früher auf der Couch und vermöbelte bei einen gepflegten Beat´em Up kriminelle Halunken auf den Hinterhöfen New Yorks und schob irgendwelche Kisten hin und her, um sich einen Weg durch das nächste und übernächste Level zu verschaffen.

Bei dem iOS Hit „Sword & Sworcery“ war alles aber irgendwie anders – Das Game Play langsam, die Rätsel schwer und von epischer Tragweite. Die Zielgruppe? Ja, ich und alle anderen Fantasy und Sci-Fi-Freaks. Aber die Grafik.. Gab es das schon einmal oder ist das ganz was neues? Auf der einen Seite völlig naive Pixelhaufen. Auf der anderen Seite aber so stilsicher und von solcher atmosphärischer Dichte, dass man es mit Preisen geradezu überhäufen müsste. Die Welt, die man in dem Spiel durchschreitet ist rätselhaft, mysteriös und geradezu ausserirdisch. Man kauft es natürlich auch wegen seiner Geschichte, Rätsel und der wunderbaren Klangkulisse, aber in erster Linie kauft man es wegen eben genau dieser besonderen Grafik der Pixelkünstlerin Waneela, die mich mit ihren epischen Fantasy Landschaften, Science Fiction-Motiven und subtilen Animationen so sehr beeindruckt hat.

(via Retronator)

Laptop und Notizblock auf Holztisch

Ich möchte wieder schreiben!

Laptop und Notizblock auf Holztisch

Ich konnte eigentlich immer schon gut schreiben. Auf Diktate, Aufsätze und Erörterungen habe ich mich immer gefreut. Gut, das ist vielleicht etwas übertrieben. Aber zumindest war das Schreiben neben Sport und ein bisschen Englisch das einzige, wozu ich in der Schule wenigstens ein bischen motiviert war. Macht mich das heute zu einen guten Schriftsteller? Ich glaube nicht! Meine ersten Sätze, die ich in jüngster Vergangenheit zu Papier gebracht habe, sind schrecklich lang und meine Geschichten haben keinen roten Faden. Bis jetzt liest sich das alles noch gar nicht gut. Aber es macht Spaß und auch ein wenig Stolz, mal wieder überhaupt irgendwas geschrieben zu haben. Ein Ergebnis, Wow! Man merkt mir an, das mein Anspruch gerade etwas im Keller ist? Das mag sein. Deswegen auch dieser Blog. Ich möchte wieder schreiben!

Dan McPharlin Artwork

Dan McPharlin – Die Rückkehr

Dan McPharlin Artwork

Dan McPharlin Artwork

Dan McPharlin Artwork

Dan McPharlin Artwork

Dan McPharlin Artwork

Es gab eine Zeit vor ein paar Jahren, da sah man mich jeden Tag bei einem ganz bestimmten Ritual. Ich klickte in die Adresszeile des Browsers und fing an die Buchstaben zu tippen bis die URL „http://www.danmcpharlin.net“ automatisch vervollständig wurde und ich nur noch auf die Enter-Taste hauen musste. Immer noch OFFLINE! Das geht nun schon seit Monaten so…

Warum ich so verwundert war? Weil einer der im Internet am meisten gehypten Science Fiction-Illustratoren auf einmal keine Website, keinen Facebook- und auch keinen Twitter-Account mehr hatte. Auch Kieran Kelly von Sci-Fi-O-Rama wunderte sich und wir hofften beide das Beste.

Nun ist der Australier mit einem sehr sauberen Portfolio auf Cargo Collective zurück und zeigt neben Auftragsarbeiten auch neue Kreationen seiner Bastelleidenschaft (Achtung: LEGO!)

Dan McPharlin for the glory of Serif Gothic Heavy! (Übrigens auch im Titel von „Star Wars 7: Das Erwachen der Macht“ zu sehen)